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Rittersaal
Zwei Stockwerke und die gesamte Breite des Südflügels sahen die fürstenbergischen Bauherren des 16. Jahrhunderts für den Rittersaal vor.
Was dabei entstand, ist zweifellos der schönste und prunkvollste Saal seiner Zeit nördlich der Alpen. Wegen seiner Länge von 36 m und der zahlreichen hohen Fensternischen, durch die von allen Seiten her Licht einströmt, wirkt er repräsentativ, ohne jedoch unbehaglich zu werden. Hierzu trägt vor allem die reich verzierte Kassettendecke bei, die in der verhältnismäßig geringen Höhe von 9 m frei über dem Saal schwebt.
Übersät von Grotesk- und Rankenwerk, Blumen und Früchten, Bändern, Füllhörnern, Urnen und Vögeln, unzähligen pausbäckigen Köpfen, Masken und Putten bildet sie einen auf den ersten Blick kaum mehr zu erfassenden figürlichen und pflanzlichen Mikrokosmos von großer Farbintensität.
Aus den Fenstern genießt man die einzigartige Aussicht auf die fruchtbare Landschaft zu Füßen des Schlosses, den gesamten Bodensee und die majestätische Schweizer Alpenkette.
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